Kolloidales Silber

Kolloidales Silber (lat. argentum colloidale, von griech. kolla ‚Äď leimartig) ist eine Verwendungsform von Silber. Es wurde medizinisch bis in die erste H√§lfte des 20. Jahrhunderts zur Infektionsbek√§mpfung eingesetzt, als wirksamere Mittel noch nicht zur Verf√ľgung standen, trat dann aber wegen damals zu hoher Herstellungskosten und Problemen bei der Herstellungsqualit√§t in den Hintergrund. Eine medizinische Wirksamkeit oder ein gesundheitlicher Nutzen ist bei innerer Anwendung f√ľr keine der beanspruchten Anwendungen nachgewiesen.
Bei kolloidalem Silber handelt es sich um ultrafeine Partikel elementaren Silbers (Nanosilber) oder auch schwerl√∂slicher Silberverbindungen bzw. deren fl√ľssige Dispersionen. F√ľr letztere werden synonym die Begriffe Silbersol und Silberwasser benutzt. Silberkolloiddispersionen bzw. Silbersole sind von L√∂sungen l√∂slicher Silbersalze zu unterscheiden. Die Kolloidteilchen sind zwischen 1 und 100 nm gro√ü[1] und weder mit dem Auge noch mit einem Lichtmikroskop erkennbar. In den einzelnen Teilchen sind etwa 1.000 bis 1 Milliarde Silberatome oder Molek√ľle der entsprechenden Silberverbindung enthalten. Im Gegensatz zu Silbersalzl√∂sungen streuen Silberkolloide seitlich einfallendes Licht (Tyndall-Effekt) zum Beobachter.

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Quelle: Wikipedia